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Allgemeine Tipps:
Warum zeigt meine Festplatte eine geringere Kapazität, als das Festplatten-Label angibt?
Das ist absolut in Ordnung. Festplattenhersteller bringen ihre Festplatten mit einer Kapazitätsangabe im Dezimalsystem auf
den Markt. Im Dezimalsystem entspricht ein Megabyte (MB) 1.000.000 Bytes, und ein Gigabyte
enspricht 1000.000.000 Byte.
Programme wie FDISK, das System-BIOS oder Windows nutzen das binäre Zahlensystem. Dort ist
ein Megabyte 1.048.576 Bytes, und ein Gigabyte enstpricht 1.073.741.824 Bytes.
Mit folgender Formel kann man zwischen den verschiedenen Kapazitätsangeben umrechnen:
Kapazität_Dezimal / 1048576 = Kapazität_binär
Beispiel:Eine 40GB-Festplatte hat ungefähr 40000000000 bytes (40 x 1,000,000,000). 40,000,000,000 / 1,048,576 = 38,162 Megabytes
Beispielwerte:
Dezimal
Binär
Anzeige in Windows
20 GB
19,073 MB
18.6 GB
40 GB
38,610 MB
37.3 GB
60 GB
57,220 MB
55.8 GB
80 GB
76,293 MB
74.5 GB
120 GB
114,440 MB
111.7 GB
160 GB
152,587 MB
149 GB
Die Kapazitätsgrenzen der Fesplatten:
Es werden nur 32 GB erkannt
Wenn das Betriebssystem oder das BIOS nur 32 GB erkennen, kann dies folgende Ursachen haben:
Falsche Jumpereinstellungen an der Festplatte:
Die Kapazität von Festplatten, die über 32 GB groß sind, kann man mit Hilfe einer
Jumpersetzung begrenzen. Diesen Jumper bezeichnet man CLJ- (Capacity Limitation Jumper)
oder AC- (Alternate Capacity) Jumper. Er begrenzt die Kapazität der Festplatte auf 32 GB und
sollte nur verwendet werden, wenn sich das BIOS bei der automatischen Erkennung der Festplatte
aufhängt. Überprüfen und entfernen Sie gegebenenfalls den CLJ- oder AC-Jumper.
Wenn Sie die Festplatte mit dem gesetzten CLJ- oder AC-Jumper formatieren, wird diese
Festplatte auf 32 GB begrenzt. Auch nachdem der CLJ- oder AC-Jumper entfernt wurde, bleibt
die Festplatte nur 32 GB gross. In diesem Fall müssen Sie die Festplatte ohne den CLJ- oder
AC-Jumper nocheinmal formatieren, um die volle Kapazität der Festplatte zu erhalten.
Das BIOS:
Bei älteren Systemen (i.d.R. vor November 1998) werden Festplatten über 32 GB möglicherweise
nicht vom BIOS unterstützt. Gehen Sie ins BIOS-Setup und setzen Sie die Festplattenerkennung
auf AUTO. Wenn das BIOS die volle Größe des Laufwerks anzeigt, wird die volle Kapazität
unterstützt. Ist dies nicht der Fall, haben Sie folgende Möglichkeiten:
Suchen Sie beim Hersteller Ihres Mainboards nach einem BIOS-Update
Erwerben Sie eine PCI-ATA-Kontrollerkarte, welche die volle Kapazität der Festplatte
unterstützt. (zu empfehlen)
Zu guter Letzt haben Sie auch die Möglichkeit ein "Festplatten-Blaster-Tool" vom Hersteller der Platte zu verwenden. z.B. MaxBlast von Maxtor
MaxBlast bedient sich eines sog. “Dynamic Drive Overlays (DDO)”, wodurch die volle Kapazität der Festplatte zur Verfügung gestellt wird.
Das Betriebssystem:
Für Windows XP und 2000 besteht eine 32 GB-Beschränkung des FAT32-Dateisystems, d.h. unter
Windows XP und 2000 kann eine FAT32-Partition nur bis zu einer Größe von max. 32 GB erstellt
werden. Wenn Sie eine Partition über 32 GB erstellen wollen, müssen Sie das Dateisystem NTFS
verwenden.
Es werden nur 128/137 GB erkannt
Das Betriebssystem kann die volle Kapazität von Festplatten über 137 GB nicht erkennen.
Hierfür gibt es verschiedene Lösungsansätze:
Aktualisieren Sie Ihr Betriebssystem entweder auf Windows 2000 Service Pack 3 (oder neuer)
oder auf Windows XP Service Pack 1 (oder neuer) und aktualisieren Sie die Registrierung für die
Unterstützung großer Festplatten.
Laden und Installieren Sie den „Intel Application Accelerator“. Der „Intel Application
Accelerator“ installiert einen ATA/ATAPI Controller Treiber mit 48-Bit LBA-Unterstützung
(IntelATA.mpd) und ersetzt den Windows 98/Me, 2000 und XP ATA Controller Treiber
(ESDI_506.PDR).
Der Intel Application
Accelerator unterstützt die folgenden Chipsätze: 810, 810E, 810E2, 810L, 815, 815EP, 815G,
815EG, 815P, 820, 820E, 840, 845, 845E, 845G, 845GE, 845GL, 845GV, 845PE, 850, 850E, 860.
Er kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden:
(nur in Englisch).
Wenn Sie einen Chipsatz besitzen, der nicht unterstützt wird oder Sie Ihr
Betriebssystem nicht aktualisieren wollen, verwenden Sie bitte den nächsten Vorschlag.
Schliessen Sie die grosse Festplatte an eine zusätzliche Ultra-ATA PCI-Adapterkarte an,
die über ein BIOS und Kontroller-Treiber mit 48-Bit LBA-Unterstützung verfügt. Diese
Adapterkarte umgeht das System-BIOS und die Kontroller-Treiber des Betriebssystems und
verwendet ein eigenes BIOS sowie eigene Treiber. Mit Verwendung eines
IDE-/ATA-/ATAPI-Kontrollers mit kompatiblen Kontroller-Treiber kann die Festplatte auch
über das vorherige Limit von 137 GB hinaus sicher verwendet werden.
Ich empfehle den Einsatz so großer Festplatten grundsätzlich nur an einem Raid-Controller
in einem Raid1 Verbund. Dies hat mich schon mehrfach vor totalem Datenverlust gerettet - oder
haben Sie die Möglichkeit (privat) mal eben ein 200 GB Backup zu erstellen um für den nächsten
Plattendefekt gerüstet zu sein??
So werkeln bei mir momentan 2 Maxtor 200GB mit 8MB Cache an einem Promise Fastrack Raid-Controler.
Da diese Platten nicht wirklich zuverlässig sind (2 Ausfälle im 1. Jahr) bin ich heilfroh diesen
Mehraufwand betrieben zu haben.
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