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letzte Änderung am:
02.11.2004


Die Testumgebung

Im folgenden wird die Testumgebung für die Migration der NT4-Domäne nach Windows 2003 mit Active Directory beschrieben. Dies beinhaltet folgende Punkte


Der Hostrechner für die VMWare-Umgebung

Das 3 wichtigsten Kriterien für die Wahl des Rechners für die Testumgebung waren Hauptspeicher, Hauptspeicher und Hauptspeicher.

Der RAM des Systems muß ausreichen, um das Wirtsbetriebssystem, sowie alle "Gäste" aufzunehmen. So stellte ich folgendes System zusammen:

  • DELL GX 270 Pentium 4 3.0 GHz
  • 4 GByte DDR RAM (Maximalausbau)
  • 2 120 GByte SATA Festplatten
  • DVD/CD-RW Kombolaufwerk
  • Nvidia GeForce FX 5200 Grafikkarte mit 128 MB und 2 15" TFT Monitoren
    (die ebenfalls von DELL angebotene 4-Monitor Karte hätte mir zwar besser gefallen - mein Schreibtisch ist einfach zu klein …)
  • Windows XP Professional
  • VMWare Workstation 4.5.1

Das virtuelle Netzwerk

Das virtuelle Testnetz in VMWare wurde so weit wie möglich dem Realen Netz nachgebaut. Wobei die Anzahl der Server und Workstation natürlich auf ein Minimum reduziert wurden:

Da in der Realität Außenstellen mit langsamer WAN-Anbindung existieren, wurde exemplarisch eine Außenstelle mit einem NT4-Server (BDC, DNS, DHCP, WINS, Exchange) nachgebildet.

Aufbau der virtuellen Testumgebung für die Migration

Das virtuelle Netz besteht somit aus folgenden Subnetzen:

  • Zentraler Standort: 10.10.10.0 (255.255.255.0)
  • Außenstelle: 11.11.11.0 (255.255.255.0)

Die beiden Subnetze werden in 2 Host-Only Netzwerken von VMWare abgebildet und durch einen Router (VM mit 2 Netzwerkkarten und BS mit Routingfunktionalität) verbunden.

Da das Netz komplett der Realität nachgestellt werden soll, wurde der VMWare eigene DHCP-Server deaktiviert.


Die virtuellen Maschinen im Testnetz

Im folgenden die Konfiguration der einzelnen Rechner:

NT1-Test - der NT4-PDC

Die virtuelle Hardware:

  • 64 MB RAM
  • 4 GB SCSI-Harddisk (1 Partition: Laufwerk C:)
  • AMD-PCNET PCI Ethernetadapter (VMWare - Host only)
  • CD-ROM (Autodetect, startup disconnected)
  • Diskettenlaufwerk (Using Drive A:, startup disconnected)

Die reale Software:

  • Windows NT4 Server mit Service Pack 6a
  • Installiert als PDC in neuer Domäne
  • VMWare Tools

NT2-Test/a-nt4-BDCt - die NT4-BDC

Die virtuelle Hardware:

  • 64 MB RAM
  • 4 GB SCSI-Harddisk (1 Partition: Laufwerk C:)
  • AMD-PCNET PCI Ethernetadapter (VMWare - Host only)
  • CD-ROM (Autodetect, startup disconnected)
  • Diskettenlaufwerk (Using Drive A:, startup disconnected)

Die reale Software:

  • Windows NT4 Server mit Service Pack 6a
  • Installiert als BDC in bestehender Domäne
  • Exchange-Server 5.5
  • a-nt4-BDC hält zusätzlich DNS, DHCP und WINS
  • VMWare Tools

NT4-Temp - der temporäre Server für die Migration

Die virtuelle Hardware:

  • 64 MB RAM
  • 4 GB SCSI-Harddisk (1 Partition: Laufwerk C:)
  • AMD-PCNET PCI Ethernetadapter (VMWare - Host only)
  • CD-ROM (Autodetect, startup disconnected)
  • Diskettenlaufwerk (Using Drive A:, startup disconnected)

Die reale Software:

  • Windows NT4 Server mit Service Pack 6a
  • Installiert als BDC in bestehender Domäne
  • VMWare Tools

W2K3_1 - Windows 2003 Applikations-Server

Die virtuelle Hardware:

  • 256 MB RAM
  • 4 GB SCSI-Harddisk (1 Partition: Laufwerk C:)
  • AMD-PCNET PCI Ethernetadapter (VMWare - Host only)
  • CD-ROM (Autodetect, startup disconnected)
  • Diskettenlaufwerk (Using Drive A:, startup disconnected)
  • nicht unbedingt notwendig, aber installiert: USB, Sound und Parallelport (fürs Drucken auf meinem realen Drucker)

Die reale Software:

  • Windows 2003 Server
  • Installiert als Mitgliedsserver in bestehender Domäne
  • DNS-Server
  • DHCP-Server
  • WINS-Server
  • VMWare Tools

Die DNS, DHCP und WINS-Dienste werden auch im realen Netz schon auf einem Windows 2003 Server ausgeführt, der als normales Mitglied der NT4-Domäne läuft. Ist dies nicht der Fall, sollten vor Beginn der Migration diese Dienste schon auf einen W2K(3) Server verlegt werden. Ein Vorteil ist unter anderem die Unterstützung von dynamischen Updates durch den DNS-Server von W2K(3)

NW65_1 - Netware 6.5 Server

Netware mit Zenworks spielt bei uns die zenrale Rolle, wenns um File-, und Print-Services geht. Das Desktopmanagement mit Zenworks ist Microsofts Lösungen weit überlegen (Ich weiss - es gibt hier auch andere Ansichten ;-)

Die virtuelle Hardware:

  • 512 MB RAM
  • 4 GB SCSI-Harddisk (1 Partition: Laufwerk C:)
  • AMD-PCNET PCI Ethernetadapter (VMWare - Host only)
  • CD-ROM (Autodetect, startup disconnected)
  • Diskettenlaufwerk (Using Drive A:, startup disconnected)

Die reale Software:

  • Netware 6.5 SP1
  • Zenworks for Desktops 4
  • VMWare Tools für Netware

NT4_WS1 - NT4-Workstation

Die virtuelle Hardware:

  • 48 MB RAM
  • 4 GB SCSI-Harddisk (1 Partition: Laufwerk C:)
  • AMD-PCNET PCI Ethernetadapter (VMWare - Host only)
  • CD-ROM (Autodetect, startup disconnected)
  • Diskettenlaufwerk (Using Drive A:, startup disconnected)

Die reale Software:

  • NT4 Workstation mit SP6a
  • Netware Client 4.9
  • Office 97 Standard
  • VMWare Tools

W2K_WS1 - NT4-Workstation

Die virtuelle Hardware:

  • 128 MB RAM
  • 4 GB SCSI-Harddisk (1 Partition: Laufwerk C:)
  • AMD-PCNET PCI Ethernetadapter (VMWare - Host only)
  • CD-ROM (Autodetect, startup disconnected)
  • Diskettenlaufwerk (Using Drive A:, startup disconnected)

Die reale Software:

  • Windows 2000 Professional mit SP4
  • Netware Client 4.9
  • Office 2000
  • VMWare Tools

WINXP_WS1 - Windows XP-Workstation

Die virtuelle Hardware:

  • 128 MB RAM
  • 4 GB SCSI-Harddisk (1 Partition: Laufwerk C:)
  • AMD-PCNET PCI Ethernetadapter (VMWare - Host only)
  • CD-ROM (Autodetect, startup disconnected)
  • Diskettenlaufwerk (Using Drive A:, startup disconnected)

Die reale Software:

  • Windows XP Professional mit SP1
  • Netware Client 4.9
  • VMWare Tools

Alle Windows Systeme haben über einen Shared Folder von VMWare Zugriff auf ein Laufwerk des Wirtsrechners. Dort sind Konfigurationen und Installationsdaten abgelegt.


Die Exchange 5.5 Umgebung

Standorte und Connectoren

Auf beiden im Testlan vorhandenen Exchange Servern wurde ein eigener Standort der Test-Organisation angelegt.

Die beiden Standorte wurden mit einem Standortconnector und einem Connector zur Verzeichnisreplikation miteinander verbunden.

Postfächer und Verteilerlisten

  • Um die bestehende Exchange-Umgebung realitätsnah abzubilden wurden 4 Testnutzer mit entsprechenden Postfächern sowie ein Sammelpostfach eingerichtet.
    • Testnutzer1/2 auf dem Exchangserver der Zentrale (NT2-Test)
    • Testnutzer3/4 auf dem Exchangserver der Aussenstelle (a-NT-BDC)
    • Sammelpostfach auf dem Exchangserver der Zentrale (NT2-Test)
      um alle Gemeinheiten während der Migration auszuschöpfen, wurde dem Postfach als Useraccount eine globale Gruppe der Domain zugewiesen. (Dies ermöglicht unter Exchange 5.5 die gleichzeitige Nutzung des Postfachs durch die verschiedenen Gruppenmitglieder.
  • Es wurden weiterhin 3 Verteilerlisten am zentralen Standort angelegt:
    • Testgruppe1: enthält Testuser1 und Testuser2
    • Testgruppe2: enthält Testuser3 und Testuser4
    • Alle User: enthält Verteilerliste Testgruppe1 und Testuser3/4
  • Da im realen Verzeichniss von Exchange auch benutzerdefinierte Empfänger existieren (für das vorhalten wichtiger SMTP-Adressen im Adressbuch) wurde auch ein solcher Empfänger Test Extern angelegt. (Später Kontakt genannt)

Damit sind die möglichen Konstallationen von Postfächern und Verteilerlisten abgedeckt.

Öffentliche Ordner

Ein Knackpunkt bei der Migration von Exchange 5.5/NT4 zu Exchange 2003/Windows 2003 mit AD sind die öffentlichen Ordner mit deren Rechtevergabe. (dazu später mehr) Um auch diesen Aspekt zu berücksichtigen wurde folgende Ordnerstruktur angelegt:

  • Alle öffentlichen Ordner
    • Rechte per Gruppe: nur die Testgruppe1 hat Zugriff auf diesen Ordner
    • Rechte per User: nur die User Testuser1/2 haben Zugriff
    • Rechte per verschachtelter Gruppe: Rechte sind über die Verteilerliste Alle User vergeben, die eine weitere Verteilerliste enthält

Die öffentlichen Ordner werden auch auf den Server der virtuellen Aussenstelle repliziert.

Damit ist der Aufbau der Testumgebung komplett. Ich hoffe, das ich nichts vergessen habe!


Hinweis

Wenn Euch der eine oder andere Link oder Tipp weiterhelfen kann, freut mich das.

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