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letzte Änderung am:
02.11.2004


Anleitungen für ein Unattended-Setup diverser Programme

Der Traum des Admins

Nach dem Eintreffen der 100 neuen Rechner klopft schon ein Praktikant an die Tür und bittet darum die PCs auspacken und inventarisieren zu dürfen.

Da man da nicht nein sagen kann, stehen am nächsten Tag die Rechner fertig gelabelt und angeschlossen brav nebeneinander an einen KVM angeschlossen im Labor. Da der Praktikus beim Auspacken und Anschließen die GUIDs der PXE-Karten gleich in einer Tabelle verewigt hat, ist Ihm das Prestaging schnell erklärt, und man hat wieder eine Stunde Zeit für ein Käffchen mit den netten Kolleginnen aus der Produktion.

Das AD und RIS ist prepariert, nun wird nur noch der Haupschalter umgelegt und alle Rechner laufen an. Die 2 mit dem gleich abrauchenden Netzteil ignorieren wir erstmal. Die Reklamation kann der Praktikus ja nach dem Frühstück ankurbeln. Also ab an die Tasten: F12, Enter, Administrator, Passwort, Enter, Enter, Enter, Kaffeetrinken!

Der KVM verteilt die Eingaben natürlich gleich an alle neuen Rechner. Auf solche Kleinigkeiten achtet ein Admin bei der Auswahl der Hardware natürlich.

Irgendwann ruft dann der Praktikus über die Haussprechanlage den Admin ins Labor: Die Rechner sind fertig! (Mist, war gerade so lustig auf der Geburtstagsparty der Buchhaltung. Als Geschenk hat der Admin gleich die neue Inventarliste überreicht)

Jetzt bekommt der Praktikus nur noch die Liste, welcher User einen Neuen, und welcher einen neuen alten Rechner bekommt. Nicht zu vergessen, das die noch guten von den ganz Alten Rechnern ja im Schulungsraum aufestellt werden müssen, aber das macht unser Praktikus schon.

So das wäre erledigt. Da die neuen Rechner ja nun schon wieder technisch veraltet sind, verbringt der Admin den Rest des Tages mit Recherchen im Internet, wo denn die aktuellsten Powermaschinen günstig zu bekommen sind …

Die Realität

Über Wochen quält man sich nun schon mit der Erstellung einer automatischen Installation der neuen Workstations mit den RIS-Services. Geld darf das alles nicht kosten, also ist man auf seine Kreativität und das Internet angewiesen - wo es auch sehr gute, aber englische Anleitungen gibt. Nur nicht für die Software die hier eingesetzt wird. (Murphy behält halt immer Recht!) Wird endlich Office korrekt installiert funktioniert das Silent-Setup von Acrobat nicht mehr.

Die Entwickler hat man nun nach tagelangem Disskutieren doch noch überzeugen können, das der aktuelle 12er Sybase-Client auch mit der 11er Datenbank läuft. (Der 12er hat ein unattended Setup) und nun wird das fuc…. Setup nach dem Reboot nicht aufgerufen. Diese M…kiste findet die silentinstall.cmd nicht.

3 Tage später dann endlich der Durchblick: OemPreinstall=Yes muss in der SIF-Datei gesetzt werden, dann klappts auch mit dem Kopieren.

Und zwischendurch immer die mahnenden Chefs, wann sie denn endlich den neuen Rechner bekommen! Da läuft der neue 3D-Bildschirmschoner der Martingabteilung doch flüssiger! Mit dem Geruckel auf dem alten Rechner kann man doch keinen Kunden auf den 30" TFT schielen lassen!(War'n Spaß Bert)

. . .

Da ich weiss, das es Euch Admins da draußen genauso geht hier meine …

Anleitungen und Tipps für das unattended Setup von Windows XP und diversen Anwendungen

Auf den folgenden Seiten findet Ihr Anleitungen, Tipps und Links, wie man diesen, oben geschilderten Idealzustand erreichen kann.

Dies beinhaltet die automatische Installation des Betriebssystems mit den Microsoft RIS-Services, sowie die nachfolgende unattended Installation von Softwarepaketen wie das Mickrosoft Office oder den Acrobat Reader. Diese Softwareinstallationen führe ich meist mit Microsoft Gruppenrichtlinien oder mit der Desktopmanagementlösung Zenworks for Desktops von Novell durch.

Momentan vorhanden sind:


Wenn Euch der eine oder andere Link oder Tipp weiterhelfen kann, freut mich das.

Tipps zu Soft- und Hardware sendet bitte per
Wenn Ihr dies wünscht, wird der Tipp mit Eurem Namen und einem Link zu eurer Webseite veröffentlicht.


Tipps

  • Das Verzeichnis $OEM$ beim Windows-Setup

    In diesem Verzeichnis des Installimages beim Installieren von Windows XP mit den RIS-Servises von Microsoft können Scripte und Dateien/Verzeichnisse hinterlegt werden, die am Ende der automatischen Installation auf dem Client ausgeführt werden bzw. dorthin kopiert werden.

    • Eine dort abgelegte cmdlines.txt wird am Ende des Setups von Windows, jedoch vor der ersten Anmeldung ausgeführt.

    • Werden unter $OEM§ Verzeichnisse nach der Form $OEM$\Laufwerksname (z.B. …\$OEM$\C) angelegt, wird der Inhalt dieser Verzeichnisse während der Installation auf das entsprechende Laufwerk kopiert.

      Vorrausetzung hierfür ist die gesetzte Option OemPreinstall=Yes in der entsprechenden SIF-Datei.

    • Der Inhalt von $OEM$\$$ wird in das Windows-Verzeichnis (%windir) kopiert. $OEM$\$$\system32 entspricht also %windir%\system32.

    Ich kopiere also Programme, die nach dem Login installiert werden müssen in das Verzeichnis $OEM$\C\Install\Programmname und rufe das (unattended) Setup der Programme dann über [GuiRunOnce] in der SIF-Datei auf.

    Mit einem Office-Paket macht das natürlich keinen Sinn - da ist die Systemplatte ja schon von der Kopie der Office-CD voll. Office installiere ich über die Gruppenrichtlinien beim ersten Neustart des Rechners. (siehe Angepasste Installation von Office 2000) Aber die Installation des Sybase-Open Clients macht sich ideal auf diesem Weg.


Links zum Thema



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